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Web 2.0.
Caffè Rossi
Maximilianstrasse 48
D-95444 Bayreuth
Tel. +49-(0)921-6080600
Öffnungszeiten:
Mo - Do: 8:00 - 22:00
Fr - Sa: 8:00 - 23:00
So: 9:00 - 22:00
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Das Caffè Rossi

Das muntere Geklapper von Tassen und Silbertabletts, das Zischen und Fauchen der Kaffeemaschine, italienisches Geplauder aus dem Radio. Das empfängt dich, wenn du ins Caffè Rossi am Bayreuther Marktplatz kommst. Bayreuther Marktplatz? Genau dort ist die wohl italienischste Caffè-Bar nördlich der Alpen. Dort lebt das Lebensgefühl Italiens, dort wohnt die Kultur, die du brauchst, um dir die Auszeit vom Alltag zu nehmen. Die Stühle an den Tischen vor dem Caffè, von denen man am besten auf dem Markt schauen kann, sind selbst an wärmeren Tagen im Winter schon besetzt. Ob der Markt jetzt Markt oder Campo oder Piazza heißt, ist in dem Moment schon vergessen. Neben dir raschelt der Corriere, du selber liest im KURIER, vor dir der Espresso, weil du nur diese zehn Minuten zwischen zwei Terminen hast, die dir aber vorkommen sollen wie eine halbe Stunde Pause.
Im Rossi, in das Thomas Wenk und seine Geschäftspartnerin Andrea Bauernfeind viel Liebe und Zeit gesteckt haben, treffen sich alle. Du musst dich nicht verabreden, denn du bist schon verabredet. Nette Menschen kommen hierher, weil das Rossi Abwechslung ist, weil es Stil hat, weil es so zwanglos ist. Die 20 Minuten für den Cappuccino und ein Cornetto, die halbe Stunde für ein Caprese oder die Pasta-Variationen wie von Mamma aus Milano. Du machst Urlaub, den du gar nicht gebucht hast, wähnst dich in Saronno, wo die Einrichtung der Bar einst für eine Pasticceria geschaffen worden war. Dabei fühlt es sich an, als sei das Rossi schon immer dort gewesen, wo es jetzt ist – in diesem prächtigen barocken Haus mitten am Bayreuther Markt. Kommen, sehen, bleiben. Früh, mittags, am Nachmittag oder abends. Das Leben ist rossi, wenn man es erst einmal geschmeckt hat.
Das Kulturgut
Die Italiener machen es uns in so vielen Beziehungen vor. Bei der Mode, beim Geschmack, bei der Lebensart. Sie reden viel, sie reden gern. Sie haben aber auch genau diesen Blick, den man braucht, um das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden zu können. Für eine bella macchina sparen sie schon mal für eine gewisse Zeit an anderen Dingen. Aber sie lassen nichts über ihre Bars kommen. Die Bars sind das Herz Italiens. Je älter, desto besser. Je kleiner, desto beliebter. Je zentraler, desto voller. Wo andere hetzen, bremsen sich die schnellen Italiener, auch wenn das cavallo rampante vor der Tür zur nächsten Hatz bereit steht. Der Caffè zu jeder Tageszeit muss sein, mittags oder abends der Wein oder der Sprizz – oder das kühle Bierchen zum Tramezzini.
Deshalb ist in Italien längst die Caffè-Bar zum Kulturgut erklärt und unter Denkmalschutz gestellt worden. Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt der Siegeszug der Bars, die den ganzen Tag offen haben und Kleinigkeiten für den gelungenen Tag anbieten. Sie sind immer Anlaufpunkt, hier gibt es die Informationen, hier pulsiert das Leben. Die Einrichtung des Caffè Rossi, die aus der Pasticceria Mantegazza in Saronno stand, war wohl eine der letzten Bars, die Italien verlassen durfte.















